Auf dieser Seite möchten wir Ihnen ein paar Tipps und Empfehlungen rund ums Thema Tier geben. Wenn auch Sie Anregungen haben, die wir veröffentlichen soll(t)en, so schicken Sie uns bitte eine Email. Wir freuen uns jederzeit über aktive Mithilfe und sind bemüht, diese Seite ständig weiter auszubauen.

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Ein Tier vom Züchter?

Sie möchten sich einen Hund, eine Katze oder ein Kleintier beim Züchter kaufen? Dann sollten Sie folgendes vorher lesen:

Die meisten Züchter verdienen gut am Verkauf Ihrer Jungtiere, und zwar am besten die Unseriösen, die an Futter, Unterkunft, Pflege und ärztlicher Versorgung ihrer Tiere eisern sparen. Diesen Züchtern ist es auch herzlich gleichgültig, wer ihre Tiere kauft, ein Familienvater mit Garten, ein Zoohändler oder ein Versuchslabor - Hauptsache,  die Kasse stimmt.Gesäuge

Bei vielen Züchtern herrschen unbeschreibliche Zustände. In schmutzigen Verschlägen vegetieren die Jungen dahin, ohne ihre Mütter, denn diese erbarmungswürdigen Gebärmaschinen werden gleich wieder gedeckt, in Boxen gepfercht und niemals vorgezeigt. Hündinnen, die von Tierschützern aus solchen Zuchtanstalten herausgeholt werden konnten, haben häufig Gesäuge, die bis auf den Boden hängen und amputiert werden müssen.

In den Anzeigen werden dann "reizende Perserkätzchen mit Stammbaum" oder "gesunde Boxerwelpen bester Herkunft" angepriesen.

Die Verhaltensstörungen vieler unserer Haustiere werden von den Züchtern sozusagen einprogrammiert mitgeliefert, weil die Jungtiere bereits im Alter von wenigen Wochen in fremde Menschenhände vergeben werden. Die meisten Züchter und ihre Kunden scheinen noch nichts davon erfahren zu haben, wie wichtig es nach den Erkenntnissen der Verhaltensforscher ist, dass Jungtiere viel länger als heute üblich, die erste Spiel- und Lernphase in Gesellschaft ihrer natürlichen Geschwister erleben.

Selbstverständlich gibt es auch Hobbyzüchter, die aus reiner Freude junge Kätzchen oder Hunde aufziehen und sich nur schweren Herzens von ihnen trennen. Oder den Hundefreund, der sich( stolz auf sein Tier), denkt:" Es wäre doch nett, wenn sie mal Junge hätte - was müssten das für schöne Tiere werden."

Aber auch sie tragen zum Tierelend bei. Jeden Samstag werden in den Rubriken "Tiermarkt" der regionalen Tageszeitungen reihenweise Welpen aller Rassen zum Verkauf angeboten, hochgerechnet für Deutschland sind das jeden Samstag Tausende und Abertausende von Hunden, die den Markt überschwemmen. Die Hundezucht hat Ausmasse angenommen, die den Bedarf an Jungtieren bei Weitem übersteigt. Es gibt mittlerweile für fast jede Hunderasse einen eigenen Tierschutzverein: Dobermann-in-Not, SOS Jagdhunde, Dackelnothilfe, Boxer in Not etc., etc.,...

Dieses aus kommerziellen Gründen von Züchtern verursachte Tierelend muss dann von Tierheimen und Tierschutzvereinen ausgebadet werden. Täglich werden dort Hunde abgegeben: beschlagnahmte Hunde, zugelaufene Hunde, ausgesetzte Hunde, kranke Hunde, Hunde, für die der Halter finanziell nicht mehr aufkommen kann, Hunde, die wegen Umzug, Trennung, Zeitmangel, oder Schwangerschaft abgegeben werden, Hunde mit Verhaltensstörungen durch falsche Haltung, oder Hunde, deren man einfach überdrüssig geworden ist.

Solange Hunde und Katzen hierzulande weiterhin unbegrenzt gezüchtet werden, besteht keinerlei Aussicht, das Problem der überzähligen und heimatlosen Haustiere jemals in den Griff zu bekommen.

Wenn Sie also darüber nachdenken, sich einen Hund anzuschaffen, kann es nicht einer aus dem Tierheim oder vom Tierschutzverein sein?

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Maulwürfe zu töten ist eine Straftat

Zahlreiche Erdhügel im Garten, klares Indiz für die Anwesenheit eines Maulwurfes, verursachen bei vielen Gartenbesitzern geradezu Tobsuchtsanfälle und führen zu teilweise brutalen Tötungsaktionen. Und das, obwohl die meisten Menschen finden, dass Maulwürfe besonders liebenswerte Tiere sind - allerdings nur, solange sie nicht im eigenen Garten tätig werden.

Dabei zeigt die Anwesenheit eines Maulwurfes, dass der Garten über einen gesunden Boden verfügt und zudem vertilgt der Nuetzling Unmengen von Schädlingen, wie Schnecken und deren Larven, Raupen, Engerlinge und Co. Offenbar ist das Hauptproblem, dass Gartenliebhaber mit den Maulwürfen haben, also ästhetischer Natur. Aber wie auch immer der Einzelne zu "seinem" Maulwurf steht, er gehört nun mal zu den streng geschützten Arten. Das heisst, es ist gesetzlich verboten, Maulwürfe maulwurfzu fangen  bzw. sie zu töten und dies aus gutem Grund.

Es gibt zahlreiche sanfte Methoden, zu versuchen, den "Störenfried" zu vertreiben. Da Maulwürfe sehr geräusch- und geruchsempfindlich sind, gibt es hier verschiedene Möglichkeiten über die man sich im Gartencenter informieren kann. Wobei hier häufig mit verschiedenen Methoden experimentiert werden muss, da die Wirksamkeit bei Tier zu Tier verschieden zu sein scheint.

Deshalb hier nun unser Ratschlag: Versuchen Sie doch einfach mal ihre Sichtweise zu ändern, indem Sie ihren Garten als wichtigen Lebensraum für heimische Tiere betrachten, den Maulwurf als nützlichen Bestandteil unseres Ökosystems und zu guter letzt die lästigen Erdhügel als ein Teil des Ganzen,  ein Teil der Natur.

 

 

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Wo sind all die Vögel hin?Kleiber

In Deutschland nisten rund 250 verschiedene Vogelarten. Aber die zunehmende Zerstörung ihrer Lebens- räume stellen eine starke Bedrohung für sie dar. Landwirtschaftliche Monokulturen sind dafür mitverantwortlich, dass die Vögel immer weniger Nahrung und Unterschlüpfe finden. Und auch unsere Gärten werden leider immer steriler, alles soll ordentlich und sauber sein, zugleich wird aber der Mangel an Singvögeln im Garten beklagt und nicht selten Nachbars Katze, die Krähen oder andere "Übeltäter" dafür verantwortlich gemacht.

Tatsache ist, dass das Nahrungs- und Nistangebot für Vögel in ihrem Garten darüber bestimmt, ob Sie sich am Vogelleben und -gesang erfreuen können oder nicht.

Indem Sie Ihren Garten vogelfreundlich gestalten, können Sie einen grossen Beitrag zum Vogelschutz leisten. Und hier ein paar Tips:

  • Verzichten Sie auf exotische Pflanzen. Diese sind grösstenteils unverdaulich oder sogar giftig für die hiesigen Vögel. Auch Insekten bieten sie keine Nahrung, von denen wiederum die Vögel leben.
  • Pflanzen sie heimische Sträucher und Bäume, sowie Kletterpflanzen für die Hauswand.
  • Legen Sie eine Blumenwiese an oder gestalten wenigstens den Randbereich des Rasens zu einem Blumenstreifen. Die Vögel fressen die Fruchtstände von Blüten und Gräsern sowie die angelockten Insekten.
  • Lassen Sie das Laub liegen. Dort suchen Vögel ebenfalls nach Nahrung. Sie können das Laub auch einfach unter die Büsche schieben.
  • Gartenteiche laden Vögel zum Baden und Trinken ein. Zudem siedeln sich viele Pflanzen und Insekten an.
  • Lassen Sie alte Baumbestände stehen, beseitigen Sie abgestorbenes Geäst nicht,
  • damit die Vögel Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten finden.
  • Beschneiden sie Hecken nicht während der Brutzeit im Frühjahr.
  • Hängen Sie Nisthilfen auf.
  • Verwenden Sie keine Spritzmittel. Das Gift lagert sich im Körperfett der Tiere an und macht sie krank.

Wenn Sie diese Dinge beherzigen, ihren Garten nicht mehr unter dem Aspekt der Sauber- und Ordentlichkeit betrachten, werden Sie mit Vogelgezwitscher belohnt werden.

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Richtiges Radfahren mit dem Hund

Laut Strassenverkehrsordnung dürfen Hunde am Rad mitgeführt werden, wenn der Verkehr nicht gefährdet wird. Und so macht man es richtig:

  • Der Hund sollte immer rechts vom Rad laufen
  • Die Leine sollten Sie locker in der rechten Hand halten, nie ums Handgelenk wickeln
  • Die Leine sollte nicht zu lang sein, denn der Hund sollte weder vor noch hinter das Rad gelangen
  • Wann immer möglich, sollte der Hund ohne Leine laufen, damit er nebenher auch noch seine Neugier befriedigen bzw. schnuppern kann
  • Das Tempo sollte so sein, dass der Hund nur kurz im Galopp, ansonsten im lockeren Trab laufen kann
  • Untrainierte Hunde müssen sehr langsam an das Radfahren gewöhnt werden, eine Überforderung muss auf jeden Fall vermieden werden. Die Fahrstrecke sollte nur allmählich verlängert werden. Bei Erschöpfung ihres Hundes sollten Sie zwischendurch das Rad schieben oder kurze Pausen einlegen.
  • Behalten Sie Ihren Hund und ihre Umgebung während des Radelns im Auge (eine plötzlich um die Ecke kommende Hündin hat schon so manchen sonst gehorsamen Rüden zu heftigen Ausfallschritten veranlasst)
  • Hitze ist zu meiden (Gefahr des Hitzschlages)
  • Langes Laufen auf Asphalt oder Split kann zum Wundlaufen der Pfoten führen
  • Junge Hunde unter 1 Jahr sollten noch gar nicht am Rad laufen, man riskiert sonst eine Schädigung des Bewegungsapparates
     
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Was Sie für Fledermäuse tun können

Wohnungsnot, Nahrungsmangel, Insektizide, und Störungen im Winterschlaf bedrohen ihre Existenz. Fledermaus

  • Denken Sie bei Bau- und Umbaumassnahmen vor allem im Dachbereich an Fledermäuse und erhalten oder schaffen Sie Einflugöffnungen. Sind die Tiere bereits da, sollten Sie einen Fledermausfachmann (Adressen s. unten) hinzuziehen und die Arbeiten im Herbst oder Frühjahr ausgeführt werden.
  • Je artenreicher der Garten, desto mehr Insekten tummeln sich dort. Besonders nachtblühende Stauden und Sträucher ziehen Nachtfalter an und damit auch die Fledermäuse. Verzichten Sie auf Insektizide und andere Gifte im Garten.
  • Alte Keller oder andere unterirdische Hohlräume sind potentielle Winterquartiere. Sie müssen im Winter frostfrei, aber kühl und feucht sein, damit sich die Fledermäuse dort wohl fühlen. Lassen Sie einen schmalen Einschlupf für Fledermäuse und schützen Sie den Raum vor Katzen und Mardern.
  • Fledermäuse brauchen sichere Quartiere. Bieten Sie ihnen Fledermausbretter oder Flachkästen an Giebelwänden an. Bringen Sie Fledermausnistkästen in Baumbeständen, Streuobstwiesen, Parks oder Wäldern aus.
  • Wenn Sie Fledermäuse finden, wenden Sie sich an einen Experten. Fledermäuse sind besonders geschützte Arten und fachgerechte Auskunft in Notfällen ist wichtig.

 

 

Weitere Infos:

www.NABU.de
www.eurobats.org
www.fledermausschutz.de
www.fledermausschutz-rlp.de

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Hilfe - meine Katze ist plötzlich unsauber!

Wenn die Katze auf einmal unsauber wird, so gilt es, wie ein Detektiv nach den Ursachen zu spüren. Manchmal sind es ganz banale Dinge, auf die die Katze mit Unsauberkeit reagiert: eine neue Katzenstreu oder ein neues Möbelstück. Manche Katzen reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in ihrer Umwelt. Dazu können auch Änderungen im Tagesablauf oder im sozialen Umfeld gehören.

Können diese als Ursache ausgeschlossen werden, so sollte man mit der Katze zum Tierarzt gehen; nach Möglichkeit gleich mit einer Urinprobe. Denn oftmals können auch Erkrankungen eine Ursache für die Unsauberkeit sein!

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Erkrankungen der Katze:

Es gibt, genau wie beim Menschen, eine Vielzahl an Erkrankungen, die die Katze eines Tages bekommen kann.  Wichtig ist es, bei der Diagnostik sehr sorgfältig vorzugehen. Hierzu gehört neben dem Abtasten des Tieres (z. B. Organe, Lymphknoten) und Fiebermessen unbedingt eine umfangreiche Blutuntersuchung. Einige Werte kann der Tierarzt, je nach Ausstattung, in seinem eigenen Labor bestimmen. Die geläufigsten sind Leberwerte, Nierenwerte und die weissen Blutkörperchen (Leukozyten), die Aufschluss über mögliche Entzündungen geben. Aber nicht immer reichen diese Werte aus, um eine genaue Diagnose zu stellen. Häufige Erkrankungen der Katze sind die chronische Niereninsuffizienz, Diabetes Mellitus sowie die Schilddrüsenüberfunktion. Da bei diesen Krankheiten die Symptome oft sehr ähnlich sind (wie z. B. vermehrtes urinieren, erhöhte Wasseraufnahme, Gewichtsverlust trotz gesteigerter Nahrungsaufnahme, Nahrungsverweigerung oder auch gesteigerter Appetit, stumpfes Fell usw.), ist es sehr wichtig, labordiagnostisch vorzugehen. Für eine Differenzierung dieser Krankheiten wird zusätzlich zu den Organwerten unbedingt der so genannte T4 (Thyroxin, sagt aus, ob die Katze an einer Schilddrüsenfehlfunktion leidet) sowie der Fructosaminwert (ein Langzeitzuckerwert) benötigt. Bitte bestehen Sie auf eine Bestimmung dieser Werte!

Nur der Fructosaminwert gibt letztendlich Aufschluss darüber, ob bei der Katze ein Diabetes vorliegt. Dieser Wert wird im Gegensatz zum Glukosewert nicht durch Stress beeinflusst, sondern ist ein Durchschnittswert der letzten 2 - 3 Wochen. Auch eine nicht-diabetische Katze kann beim Tierarztbesuch zu erhöhten Zuckerwerten neigen, obwohl sie rein äusserlich ruhig erscheint. Man spricht in diesem Fall auch von einer Stresshyperglykämie.

Wenn dann eine gesicherte Diagnose vorliegt, ist dies oftmals ein grosser Schock für den Tierhalter. Bitte verzweifeln Sie nicht, in vielen Fällen kann mit der entsprechenden Behandlung dem Tier geholfen werden.

  • Diabetes Mellitus: hier helfen regelmässige Insulingaben schon bald, dem Tier seine Lebensqualität zurückzugeben. Eine sehr umfangreiche, private Homepage, die sich mit diesem Thema befasst, ist www.katzendiabetes.de.
  • Chronische Niereninsuffizienz: auch hier gilt, dass mit entsprechenden Medikamenten dem Tier geholfen werden kann. Die Behandlungsmöglichkeiten beschränken sich nicht nur auf die Fütterung von Nierendiät. Die wohl umfangreichste deutsche Seite zu diesem Thema www.felinecrf.info
  • Schilddrüsenüberfunktion: schon mit der Gabe von Hormonpräparaten wird dem Tier schnell die Lebensqualität zurückgegeben. Lesen Sie bitte auch www.katzenmedizin.de, eine Seite eines Tierarztes.

Darüber hinaus stehen wir Ihnen sehr gerne mit Rat zur Seite, da wir im Laufe der Jahre vieles über die Behandlung verschiedener Krankheiten erlernt haben. Aber bitte bedenken Sie, dass wir Ihnen den Gang zum Tierarzt nicht ersetzen können!!

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Hausmittelchen für das Tier?

Immer häufiger greifen Tierbesitzer zu bewährten Hausmitteln oder auch pflanzlichen Präparaten, um ihre Tiere damit zu behandeln. Aber nicht alles, was gut für den Menschen ist, ist auch gut für das Tier!

Teebaumöl zum Beispiel ist in kürzester Zeit zu einem beliebten Mittel beim Mensch geworden. Aber Achtung: durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen ist das Teebaumöl genau wie andere ätherischen Öle prinzipiell für Katzen toxisch! Durch die fehlende Fähigkeit zur Verstoffwechselung können sie diese Verbindungen nur sehr langsam ausscheiden. Auch wenn zunächst keine Vergiftungserscheinungen sichtbar sind, sind Langzeitfolgen möglich, denn die Inhaltsstoffe reichern sich im Körper an. Auch wenn nur wenige Tropfen Teebaumöl zur Flohbekämpfung auf das Fell getropft werden, können die Tiere bei der Fellpflege toxische Mengen aufnehmen. Nicht alle Katzen reagieren gleich, aber die Folgen sind meist typische Symptome der ''Teebaumöl-Vergiftungen'': Zittern, Taumeln, Unruhe und allgemeine Schwäche. Nicht selten endet dies tödlich!!!

Dies ist nur ein Beispiel. Bitte vergewissern Sie sich (z. B. telefonisch) bei Ihrem Tierarzt, ob das Mittel Ihrer Wahl am Ende nicht mehr schadet als dass es nutzt.

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Vom richtigen Umgang mit Vogelfindlingen

Jedes Jahr werden " hilflose" Jungvögel von Mitmenschen gefunden, die sich dann hilfesuchend an Tierheime oder Tierschutzvereine wenden. Aber nicht immer handelt es sich dabei um wirklich aus dem Nest gefallene, unversorgte Tiere. Viele Jungvögel flattern bereits aus dem Nest, bevor sie richtig fliegen können. Aber ihre Eltern füttern sie weiterhin. Wenn man einen solchen Vogel findet, sollte man sich von ihm entfernen, um die Elterntiere nicht unnötig von ihm fernzuhalten. Nur wenn unmittelbare Gefahr durch Hunde, Katzen oder Strassenverkehr besteht, sollte man den Kleinen auf einen nahen Busch oder Baum setzen. Die Altvögel stehen stimmlich mit ihren Jungen in Kontakt und füttern ihn weiter. Im Gegensatz zu einigen Säugetieren stört es Vögel nicht, wenn ihre Jungen von Menschenhand angefasst wurden, da sie nur einen schwach ausgeprägten Geruchssinn haben. Sie dürfen den Jungvogel aber keineswegs zu weit weg setzen, so dass seine Eltern ihn nicht finden können.Sperling

Findet man einen nackten, aus dem Nest gefallenen Vogel, so sollte man versuchen, das Nest ausfindig zu machen. In den meisten Fällen liegen die Hinausgefallenen unmittelbar darunter. Es ist natürlich oft nicht möglich so ein Nest ausfindig zu machen, z. B. in grossen belaubten Bäumen , oder es zu erreichen, da es in grosser Höhe liegt. Solche Jungvögel brauchen dann tatsächlich menschliche Hilfe.

Besonders häufig lösen junge Waldkäuze bei Waldspaziergängern Sorge aus. Sie verlassen das Nest bereits im weissen Daunenkleid, sitzen dann auf Baumästen ( daher auch der Name "Ästlinge"), wo sie von ihren Eltern weitergefüttert werden, bis sie flügge sind. Es besteht also keinerlei Grund zum Eingreifen, im Gegenteil, hier sollte man nicht stören.

Wenn Ihnen nun aber ein Jungvogel von Kindern oder einer Katze ins Haus gebracht wurde, ist es einen Versuch wert ( falls der Vogel in der Nähe gefunden wurde), den Kontakt zu den fütternden Eltern wieder herzustellen. Dazu setzt man den Findling in einen Busch, Baum, auf ein Garagendach o. ä., wo es katzensicher ist. Erst wenn sich nach einigen Stunden kein Elternteil blicken lassen hat, sollten sie mit der Fütterung beginnen oder einen Tierschutzverein anrufen. Unsere Vorsitzende Frau Brockmann hat schon viele solcher Findlinge grossgezogen und kennt sich sehr gut auf diesem Gebiet aus. Wenn sie Rat und Hilfe brauchen, rufen Sie uns an.

 

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Hilfe für den Igel

  • Bieten Sie in ihrem Garten Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten wie niedriges Buschwerk, Laub- und Reisighaufen für Igel anIgel
  • Keine Insekten-, Pilz- und Unkrautvernichtungsmittel im Garten verwenden
  • Pflanzen Sie heimische, standortgerechte Sträucher, Bäume und Stauden
  • Gestalten Sie ihren Garten ohne engmaschige Zäune
  • Brennen sie Reisighaufen erst nach vorsichtigem Umsetzen ab
  • Achten Sie beim Mähen sowie bei Aufräumungs- und Rodungsarbeiten auf Igelnester
  • Benutzen Sie keine Laubsauger
  • Decken Sie Kellerschächte, Gruben etc. ab
  • Kontrollieren Sie Baugruben und Gräben täglich auf hineingefallene Tiere
  • Richten Sie Rettungsplanken an Teichen und Becken mit steilem, glatten Rand ein
  • Stellen Sie keine Schlagfallen auf und verzichten Sie auf Schutznetze gegen Vögel, die bis zum Boden reichen
  • Stellen Sie frisches Trinkwasser bereit

Den besten Schutz erfährt der Igel durch einen giftfreien und mit heimischen Pflanzen bestandenen Naturgarten. Aber auch andere heimische Tiere profitieren davon, z.B. Schmetterlinge, Kröten, Frösche, Blindschleichen, Vögel und Fledermäuse.

Hier eine interessante Seite im Internet zu dem Thema: http://www.pro-igel.de

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Mein Kaninchen, das unbekannte Wesen

Zwergkaninchen stehen mittlerweile an dritter Stelle der Beliebtheitsskala als deutsches Haustier, nach Katze und Hund. Sie gelten als unkompliziertes und pflegeleichtes Haustier insbesondere für Kinder. Das dies ein Irrtum ist, beweisen die vielen tausend Kaninchen, die jährlich in Tierheimen abgegeben werden. Deshalb möchten wir hier eine Liste mit den wichtigsten Punkten aufführen, die Sie bedenken sollten, bevor Sie sich ein Kaninchen anschaffen:zwergkaninchen

  • Kaninchen sind Rudeltiere, daher müssen sie wenigstens zu zweit gehalten werden. Eine Kastration ist unumgänglich, auch wenn es sich um zwei Böckchen handelt, da es sonst zu Revierkämpfen kommen kann. Ähnlich wie bei Katzen und Hunden verträgt sich nicht jedes Kaninchen mit jedem Artgenossen, auch hier entscheidet Geschlecht und Sympathie. Am besten vertragen sich Kaninchen, die zusammen aufgewachsen sind.
  • Kaninchen sind sehr bewegungsfreudig und benötigen viel Abwechslung. Die ausschliessliche Haltung in den handelsüblichen Käfigen oder Kaninchenställen ist Tierquälerei.
  • Kaninchen können stubenrein werden, aber nicht unbedingt zuverlässig. Manche werden es gar nicht.
  • Ihr Bedürfnis ist es zu Knabbern, zu Graben, zu Nagen, und zu Scharren. Im Haus können daher Kabel, Möbel, Teppiche, Tapeten etc. stark beschädigt werden. Wenn Kaninchen nichts zu Nagen bekommen ( Zweige oder frische Holzstämme o. ä.) können ihre Zähne zu lang wachsen und das Fressen schmerzt sie schließlich. Außerdem müssen in Wohnungshaltung regelmässig die Krallen geschnitten werden, da sie sich nicht natürlich abnutzen können. Am besten erledigt das der Tierarzt oder Sie lassen es sich zeigen.
  • Kaninchen sind Fluchttiere. Hektische und ruckartige Bewegungen, plötzliches Hochnehmen und Lärm ängstigen sie.Diese Eigenschaft macht sie eigentlich völlig ungeeignet für kleinere Kinder. Bei falscher Behandlung können Kaninchen empfindlich kratzen oder zubeissen.
  • Ein grosses Gehege im Sommer draussen ist für Kaninchen optimal, wobei darauf zu achten ist, dass es einbruchssicher (vor Hunden, Katzen und Greifvögel ), sowie ausbruchssicher (Kaninchen können sich drunter her graben, wenn es nicht tief genug in der Erde verankert ist) ist. Ausserdem muss ein Schutz vor Sonne, Wind oder Regen vorhanden sein.
  • Wenn sie ein Kaninchen für ihr Kind anschaffen möchten, bedenken sie, dass Kaninchen ca. 8 Jahre alt werden können und dass Sie verantwortlich bleiben, wenn Ihr Kind das Interesse mit zunehmenden Alter verliert.
  • Und zu guter Letzt: wenn Sie sich Kaninchen anschaffen möchten, rufen Sie uns doch bitte an oder gehen ins Tierheim. Hier warten viele Kaninchen schon lange auf ein neues zu Hause. Frau Vossmann, Tel: 0 52 58-94 02 43, berät Sie gern und kann Ihnen genau sagen, welches Kaninchen welche Eigenschaften hat , welche Kaninchen sich vertragen und welches am besten zu Ihnen passt.

Lesen Sie dazu bitte auch unsere Buchempfehlungen

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Geschirre statt Hundeleine

Dies sind die Vorteile:

  • Sie verhindern gesundheitliche Beeinträchtigungen des Kehlkopfes und der HalswirbelsäuleGeschirr
  • Das Keuchen und Erbrechen von Hunden, typisch bei Tierheimhunden, die es furchtbar eilig haben, nach draussen zu kommen, fällt weg
  • Die Rückenschlaufe bietet einen praktischen Griff, wenn man den Hund einmal kurz halten will
  • Da vor dem Spaziergang erst das Geschirr angezogen werden muss, kann der Hund automatisch lernen, dass er sich zunächst beruhigen und auf seinen Menschen konzentrieren muss, bevor er dann, wesentlich ruhiger und ausgeglichener, nach draussen kann
  • Der Mensch wird ermutigt, sich hundegerechter, d. h. mehr mit Stimme und Körpersprache, mit dem Hund zu verständigen, da Zerren und Rucken am Geschirr sinnlos ist
  • Und vielleicht der wichtigste Vorteil: der Hals als “soziales Organ” des Hundes wird geschont. Der Hund kann sich z. B. Artgenossen gegenüber normaler verhalten, da er nicht ständig durch den Druck am Hals aufgepeitscht und aggressiver gemacht wird.

 

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Ein Wort zu Hundeschulen und Hundeerziehern:

Wussten Sie, dass es auch für den gewerblichen Hundeerzieher keiner vorgeschriebenen Ausbildung mit festen Standards und keiner behördlichen Zulassung bedarf? Um sich Bäcker, Tischler oder Schornsteinfeger nennen zu dürfen, muss man eine Ausbildung absolvieren und eine Prüfung ablegen. Der Betreiber einer Hundeschule braucht keinen Befähigungsnachweis, wie auch immer er seine Kenntnisse erworben hat und welche Methoden er praktiziert. So ist denn auch das Spektrum der Hundeschulen, Hundeerzieher und Verhaltenstherapeuten ein sehr vielfältiges, und nicht jede Hundeschule ist geeignet oder zu empfehlen für jeden Hund. Ein Trainer, der unterschiedslos für jeden Hund gleich das Stachelhalsband parat hat, muss diese Methode ebenso hinterfragen lassen wie die ausschliessliche Belohnungsdressur, wo der Hund letztendlich nicht gehorcht, weil er die Autorität seines Herrn begriffen hat, sondern weil er nach Leckerchen schmachtet.

Unser Hinweis deshalb: Lassen Sie, wenn Sie mit Ihrem Hund in eine Hundeschule gehen, ihren kritischen Verstand nicht zu Hause und seien Sie nicht aus Mangel an eigener Erfahrung bloss experimentiergläubig. Manchmal sind es selbsternannte Experten mit einseitigen oder sogar umstrittenen Ansichten und Methoden.

Um Anfragen nach guten Hundeschulen beantworten zu können, sind wir auf Erfahrungen von Hundehaltern angewiesen. Bitte teilen Sie uns ihre guten oder negativen Erfahrungen mit. Vielleicht können wir daraus für die verschiedenen Regionen eine Liste empfehlenswerter Hundeschulen zusammenstellen

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Keine Tiere zu Weihnachten verschenkenWeihnachtstoby02

Trotz alljährlicher umfassender Aufklärung und Mahnung werden jedes Jahr wieder Tiere, vor allem Kleintiere zu Weihnachten - meistens Kindern - geschenkt. Dabei ist ein Familienfest wie Weihnachten mit seinen alles andere als besinnlichen Vorbereitungen, der Aufregung der Kinder vor der Bescherung, den Verwandtenbesuchen und Gegenbesuchen denkbar ungeeignet, ein Tier in der Familie einzugewöhnen.

Um eine gelungene Überraschung für die Kinder zu garantieren, werden die Tiere zuweilen "rechtzeitig" vor dem Fest gekauft und dann bei Oma und Opa oder Freuden deponiert, um dann am Heiligen Abend unter den Weihnachtsbaum zu wechseln. Darin kündigt sich bereits eine Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Tier an, die für seine Zukunft nichts Gutes ahnen lässt.

Ein Tier als Weihnachtsüberraschung kann für alle Beteiligten eine böse Überraschung sein. Selbst wenn der Beschenkte geäussert hat, sich einen Hund , ein Kätzchen anschaffen zu wollen, kann ihm das geschenkte Tier aus mannigfachen Gründen absolut ungelegen kommen. Der Schenkende ist enttäuscht, weil er alles andere als Freude und Dank geerntet hat, und für das unwillkommene Tier muß ein anderer Platz gefunden werden. Wenn es nur widerwillig behalten wird, ist seine Aussicht auf liebevolle Pflege zweifelhaft. Deshalb die Grundregel:

Wer ein Tier verschenkt, ob zu Weihnachten oder wann auch immer, es muss vorher geklärt sein, ob der Adressat dieses Tier wirklich will, ob er es jetzt will und verantwortlich halten kann.

Tiere sind oft nichts anderes als ein neues Spielzeug für Kinder, ihr Interesse - selbst wenn es ihr dringlicher Weihnachtswunsch ist, ein Tier zu besitzen - ist wie bei jedem anderen Spielzeug- oft verflogen, wenn der Reiz des Neuen vorbei ist. Die Emotionen rund um das "Fest der Geschenke" lassen Eltern oft ihre realistischen Einwände gegen die Haltung eines Tieres aufgeben. Tiere, die unter kurzsichtigen weihnachtlichen Emotionen von Wünschen und Wunscherfüllung angeschafft werden, bevölkern später die Tierheime. Ich denke hier vor allem an die unzähligen Zwergkaninchen, die abgegeben werden, "weil die Kinder keinen Spass mehr an ihnen haben" oder weil die Zwergkaninchen keinen Spass daran haben, von den Kindern herumgetragen und gekuschelt zu werden. Oft wird bei diesen weihnachtlichen Fehlentscheidungen auch nicht bedacht, dass Kleintiere 8-15 Jahre alt werden können und das Kinderinteresse überleben.

Unüberlegte und emotional gesteuerte Anschaffungen von Tieren nehmen unserer Erfahrung nach vor Weihnachten zu. Die meisten Tierschutzvereine versuchen dem entgegen zu wirken, indem sie vor Weihnachten keine Tiere mehr abgeben.

Kontakt@tierschutz-ostwestfalen.de * fon: 0 52 51 / 7 15 50 * fax: 0 52 58 / 93 85 58 *